Digisini vs Yodeck
Preis pro Plan
Ein Wirt aus Köln will kein Gerät kaufen, um das Tagesmenü an die Wand zu bringen. Muss er auch nicht — bei keinem von beiden: Yodeck und Digisini laufen im Smart-TV, am Fire TV Stick oder im Browser. Dieser Vergleich zeigt, wo jeder gewinnt: Yodeck rechnet pro Bildschirm ab und hat eine sehr aktive Community, Digisini rechnet pro Plan ab und bringt die Gastro-Templates schon fertig mit.
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Pro Bildschirm und Monat
Digisini vs Yodeck
Yodeck (2016 in Griechenland gegründet) ist eine solide Plattform, ausgerichtet auf Retail, QSR und Bürobildschirme. Bekannt wurde sie mit ihrem Player auf Raspberry-Pi-Basis, und daher stammt der Satz, den diese Seite selbst bis August 2026 wiederholt hat: dass jeder Bildschirm einen Pi braucht. Das stimmt nicht mehr. Ihre eigene Dokumentation listet Web-Player, Samsung Tizen, LG webOS, Fire TV Stick, Android und Windows und schreibt, dass du womöglich gar keinen Yodeck-Player brauchst, wenn dein Fernseher ihre App installiert. Bei der Hardware ist es also unentschieden. Der Unterschied beginnt beim zweiten Bildschirm: Yodeck rechnet pro Bildschirm ab, Digisini pro Plan.
| Merkmal | Digisini | Yodeck |
|---|---|---|
| Einstiegspreis | 9 €/Monat (1 Bildschirm, Starter) | Free 1 Bildschirm · Basic 8 €/Bildschirm/Monat |
| Hardware pro Bildschirm | Smart TV-Browser oder Fire Stick/Chromecast (~30 €) | TV-App, Fire TV Stick, Android, Windows oder Web-Player |
| Permanenter Free-Plan | Ja · 1 Bildschirm mit Wasserzeichen | Ja · 1 Bildschirm |
| Setup erster Bildschirm | 5 Min · 6-stelliger PIN im Browser | Minuten mit der TV-App oder dem Web-Player |
| Preis bei 3 Bildschirmen | 19 €/Monat · der ganze Pro-Plan | 24 €/Monat · 8 € je Bildschirm |
| Konsolen- und Support-Sprache | 6 native Sprachen (de/es/en/fr/pt/it) | 4 Sprachen (Englisch, Spanisch, Französisch, Türkisch) |
| Branchen-Templates | Gastronomie, Einzelhandel, Kliniken, Sport, Fahrschulen | Generisch + App-Marketplace |
| Offline-Modus | 48 h Cache im Browser | Ja, je nach Player |
| Technische Community | In Entwicklung | Sehr aktiv |
| Bindung | Nein · monatlich kündbar | Monatlich oder jährlich |
Wo Digisini gewinnt
- Keine Hardware kaufen — du nutzt den TV, den du schon hast
- Setup in 5 Min ohne SD-Image-Flashing
- Kein Aufpreis für jeden weiteren Bildschirm
- Konsole auf Deutsch, Spanisch, Englisch, Französisch, Portugiesisch und Italienisch
- Templates mit Gastro-Vokabular (Tagesmenü, Happy Hour, EU-Allergene)
- Skaliert preiswert: Pro 19 €/Monat = 3 Bildschirme, ohne 3 Pis zu kaufen
Wo Yodeck gewinnt
- Sehr aktive technische Community
- Free-Plan auch im Pro-Plan, wenn du schon Pis hast
- Lokaler Speicher, wenn du ihren eigenen Player nimmst
- App-Marketplace mit 100+ integrierten Apps
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Der Preisvergleich ist der einfache Teil
die Fragen, die bleiben, sind andere
Vergleichsartikel stellen Monatspreise nebeneinander. In einem deutschen Betrieb entscheidet aber meist etwas anderes — nämlich die drei Fragen, die spätestens der Steuerberater, der Datenschutzbeauftragte oder der Nachfolger stellt.
Wo stehen die Server, und steht es irgendwo
Für einen Bildschirm, der ein Video abspielt, werden keine personenbezogenen Daten verarbeitet — das bleibt so, egal welcher Anbieter. Relevant wird es beim Konto selbst: Nutzerdaten, Anmeldungen, Protokolle. Die brauchbare Frage an jeden Anbieter ist nicht «ist das DSGVO-konform», worauf alle ja sagen, sondern zwei konkretere: in welchem Land liegen die Server, und gibt es einen Auftragsverarbeitungsvertrag zum Herunterladen. Wer das zweite nicht auf der Website hat, hat es meist auch nicht.
Was passiert mit den Inhalten, wenn du kündigst
Die Frage stellt sich nie beim Einrichten und immer beim Aufhören. Kommt man nach der Kündigung noch an die hochgeladenen Dateien, und wie lange? Bei den meisten Anbietern liegt die Antwort in den Bedingungen und nicht auf der Preisseite, und sie ist unterschiedlich genug, um sie vor der Entscheidung zu lesen. Die praktische Absicherung ist unabhängig davon dieselbe: die Originaldateien gehören auf den eigenen Rechner und nicht ausschließlich in die Plattform, egal wie zufrieden man gerade ist.
Die Hardware bindet stärker als die Lizenz
Läuft die bestehende Installation auf kleinen Rechnern mit einem herstellereigenen Systemabbild, ist nicht das Abo die Bindung, sondern das Gerät: Ein Wechsel heißt dann jede Einheit neu bespielen oder ersetzen, und aus einem Nachmittag wird ein Wochenende. Ein Blick hinter einen einzigen Fernseher beantwortet das, und zwar bevor man die nächste Preisseite liest. Steckt dort ein handelsübliches Gerät oder läuft ein Browser auf dem Fernseher selbst, ist die Freiheit deutlich größer als die Vergleichstabellen nahelegen.
Ein Bildschirm zuerst, nicht zwölf
Der Wechsel, der schiefgeht, wird an einem Montag komplett gemacht. Der, der funktioniert, beginnt mit dem unauffälligsten Bildschirm und lässt ihn zwei Wochen laufen, während alles andere bleibt. In diesen zwei Wochen zeigt sich, was keine Demonstration zeigt: das Verhalten nach einem Stromausfall, ob jemand außer dir den Inhalt ändern kann, ob das Handy für den Alltag reicht. Hat nach vierzehn Tagen niemand etwas vermisst, ist der Rest dieselbe Übung elfmal.
Im Test funktioniert fast alles
weil ein Test die Einrichtung prüft, und die Probleme kommen aus dem Betrieb
In einer Testphase legt man ein Konto an, hängt einen Bildschirm dazu und lädt etwas hoch. Das ist der Teil, den jeder Anbieter gut kann, und deshalb sieht in zwei Wochen alles gleich aus. Was sich unterscheidet, zeigt sich erst nach Wochen — und zwar genau dann, wenn man nicht mehr hinschaut.
Drei Dinge, die ein Test nicht prüfen kann, und wie man sie trotzdem prüft:
- Verhalten nach Wochen ohne Neustart. Speicher, der langsam vollläuft, ein Gerät, das nachts einfriert. In vierzehn Tagen passiert das nicht. Frag stattdessen, was nach einem Ausfall automatisch wieder anläuft.
- Was passiert, wenn du nicht da bist. Im Test macht es die Person, die es ausgesucht hat. Im Betrieb macht es jemand anderes. Lass diese Person die Änderung im Test machen, nicht dich.
- Und wie die Antwort auf eine echte Frage aussieht. Schreib während der Testphase eine Support-Anfrage mit einem realen Problem. Die Antwortzeit im Test ist die beste, die du je bekommen wirst.
Der teuerste Irrtum liegt woanders und ist unangenehm banal: eine Testphase misst, wie gut sich ein Produkt einrichten lässt, und die Einrichtung passiert genau einmal. Der Rest der Beziehung besteht aus kleinen Änderungen über Jahre, und darüber sagen zwei Wochen nichts.
Es gibt eine Prüfung, die mehr wert ist als der ganze Test und fünf Minuten dauert: mach die Änderung, die du wöchentlich machen wirst, und zähl die Klicks. Diese Zahl multipliziert sich mit den nächsten drei Jahren; alles andere im Test passiert nur einmal.
Nutz die Testphase nicht zum Einrichten, sondern zum Ändern. Richte an einem Tag ein und verbring die restlichen dreizehn damit, Dinge umzustellen — das ist der Teil, den du danach jede Woche machst.
Die Tabelle ist von diesem Dienstag
und die Entscheidung hält drei Jahre
Beide Werkzeuge, die du vergleichst, werden sich verändern, während du sie benutzt — und kaum ein Vergleich sagt dazu etwas.
Ein Vergleich porträtiert zwei Produkte an einem bestimmten Tag. Und an diesem Tag ist er ehrlich. Was er dir nicht sagen kann, ist, wohin sich beide entwickeln — und genau das wirst du erleben: Tarife werden umgebaut, Funktionen wandern zwischen Stufen, Preise werden angepasst. Das ist keine böse Absicht, das ist Abo-Software — aber es heißt, dass du anhand einer Momentaufnahme etwas wählst, das du in Bewegung benutzen wirst.
Die nützlichste Angabe steht nicht in der heutigen Tabelle, sondern in der Vergangenheit. Wie oft sich der Preis in drei Jahren geändert hat, ob etwas aus dem Einstiegstarif in einem höheren gelandet ist, ob es einen Eigentümerwechsel gab. Nichts davon ist geheim: es steht auf der eigenen Website, in den archivierten Fassungen der Preisseiten und in den Versionshinweisen, und man sieht es in fünf Minuten nach. Es sagt mehr über die nächsten drei Jahre als jede Funktionszeile.
Und es gibt eine Frage, die die ganze Übung zusammenfasst. Würdest du bleiben, wenn dieses Werkzeug nächstes Jahr dreißig Prozent mehr kostete? Lautet die Antwort ja, ist der Preis nicht dein echtes Kriterium — gut, das zu wissen, bevor man danach entscheidet. Lautet sie nein, ist vor der Unterschrift nicht zu prüfen, wie man hineinkommt, sondern wie man herauskommt, und wie viel von dem, was du aufbaust, du mitnehmen kannst.
Ganz offen: das gilt für uns genauso wie für alle anderen, und deshalb steht es hier. Die einzige anständige Antwort darauf ist, dass Weggehen billig und vorher erklärt ist — nicht das Versprechen, nie etwas zu ändern.
Fragen zum
Vergleich
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