Dein Schaufenster
verkauft um 23:00
Lena, Inhaberin von Boutique Sonne in Hamburg-Eppendorf, tauscht das Top-Produkt im digitalen Schaufenster vom Handy, während sie einen Kaffee trinkt. Der Schaufenster-Bildschirm zeigt „URBAN-RUCKSACK NATURA · 49 € (vorher 79 €) · 4 auf Lager". Um 23:00 mit geschlossenem Laden dreht es weiterhin den Katalog von morgen und fängt Abend-Passanten. Keine Druckerei, keine Agentur.
Erster Bildschirm für immer kostenlos · Keine Kreditkarte · 5 Min auf Sendung
NUR HEUTE · 4 AUF LAGER
Urban-Rucksack Natura · 49 € (vorher 79 €)
Was deine Einkaufsstraße sieht
ab dem ersten Tag
Schaufenster, Theke, Umkleidekabine, Kasse. Jeder Bildschirm mit eigenem Drehbuch, alle aus einem Panel.
Digitales Schaufenster 24/7
„URBAN-RUCKSACK · 49 € (vorher 79 €) · 4 auf Lager · Heute -30 %". Editorial-Foto HD + Live-Preis + echter Bestand. Bleibt nach Ladenschluss an, um Abend-Passanten zu fangen.
Look of the Day · Inspiration
Kombiniert Kleidungsstück + Accessoire + Tasche in editorialer Komposition: „TOTAL LOOK FRÜHLING · Kleid 79 € + Sandalen 49 € + Seidenschal 19 €". Passiver Cross-Sell, ohne dass die Verkäuferin drängen muss.
Blitz mit Countdown
„NUR HEUTE BIS 14:00 · -30 % auf Jacken". Großer tickender Timer, FOMO in flauen Stunden. Um 14:01 zurück zum Normalpreis. Kein Nachdruck.
Smarte Umkleidekabine
Bildschirm in der Umkleidekabine rotiert „Zu diesem Hemd · diese Krawatte · diese Schuhe" und saisonale Neuheiten. Hebt den Warenkorb, ohne aufdringliches Upselling.
Multi-Filiale + Rechte
Globale Markenkampagne aus der Zentrale + lokale Aktionen pro Filiale (Mantel-Rabatt nur in Berlin). Jede Inhaberin bearbeitet nur ihren Bildschirm über ein eingeschränktes Sub-Konto.
„Früher schließen" / Lager-leer-Override
„HEUTE 18:00 SCHLIESSEN · weniger Personal", „LETZTE STÜCKE GRÖSSE M", Räumung. Ein Knopf erzwingt die Botschaft auf allen Bildschirmen und nimmt nach dem Ausschalten den Plan wieder auf.
Schaufenster 9 € · Multi-Filiale
ab 59 €
Stadtteil-Boutique (1 digitales Schaufenster + Theke): Starter 9 €/Monat. Mittlerer Laden (Schaufenster + Umkleide + Theke mit Look of the Day): Pro 19 €. Multi-Filiale (3-10 Standorte mit Rechten pro Inhaberin): Business 59 €. Kette (10-50 Filialen, zentrale + lokale Kampagnen): Network 199 €.
Keine Karte · Jederzeit kündbar · Alle Pläne sehen
Der Bildschirm ersetzt keine Verkäuferin
er beantwortet, was sie nicht mehr schafft
Die meisten Beispiele für Einzelhandel zeigen Werbung. Im Alltag geht es um etwas Unspektakuläreres: um die vier Fragen, die jeder Kunde stellt und für die gerade niemand Zeit hat.
«Kann ich mit Karte zahlen?»
In Deutschland ist das keine rhetorische Frage. Viele Kunden rechnen weiter damit, dass kleine Beträge bar gehen müssen, und ein Teil dreht an der Tür wieder um, ohne zu fragen. Ein Satz am Eingang — Karte ab dem ersten Euro, kontaktlos, Handy — nimmt genau diese Hürde weg, und zwar bevor jemand in der Schlange steht. Es ist die billigste Umsatzsteigerung, die dieser Bildschirm liefert, und sie hat nichts mit Werbung zu tun.
Wenn niemand am Regal steht
Personal ist knapp, und die Zeit der Kollegin an der Kasse ist verplant. Damit verschwinden die kleinen Auskünfte, an denen Käufe hängen: welche Größe noch da ist, ob das Gerät auch in Weiß kommt, wie lange die Lieferung dauert, wie das Umtauschen läuft. Ein Bildschirm im Gang beantwortet die drei häufigsten davon dauerhaft und ohne dass jemand danach fragt — und die Kollegin bleibt frei für die Fragen, die wirklich ein Gespräch brauchen.
Pfand, Rückgabe und die Regeln, die niemand kennt
Rückgabe ist im stationären Handel Kulanz und kein Recht, anders als im Versand — und genau das führt regelmäßig zu Diskussionen an der Kasse, weil die meisten Kunden das Gegenteil annehmen. Was deine Regeln sind, gehört dorthin, wo man es vor dem Kauf liest, nicht auf den Kassenbon danach. Dasselbe gilt für Pfandautomaten, Öffnungszeiten an Feiertagen und das, was gerade nicht funktioniert. Klar ausgeschrieben spart es keinen Umsatz, aber es spart die Auseinandersetzung.
Die Innenstadt hat weniger Laufkundschaft als früher
Das ist der eigentliche Kontext: In vielen Lagen kommen schlicht weniger Leute vorbei als vor zehn Jahren, und der Bildschirm ändert daran nichts. Was er ändert, ist die Ausbeute pro Person, die tatsächlich hereinkommt — deshalb gehört das Wichtigste nach innen und nicht ins Schaufenster, wo es an einer leeren Straße niemand sieht. Wer nur ein Gerät aufstellen kann, stellt es dorthin, wo die Leute ohnehin schon stehen: an die Kasse, in die Schlange, vor die Anprobe.

Im Laden gibt es kein Widerrufsrecht
und deshalb ist dein Umtausch ein Argument und keine Pflicht
Die vierzehn Tage, die alle im Kopf haben, gelten für den Fernabsatz — bestellt, geliefert, zurückgeschickt. Wer im Geschäft kauft, hat sie nicht. Trotzdem kommen Kunden mit dieser Erwartung an die Kasse, und die meisten Läden nehmen die Ware kulant zurück, ohne je zu erwähnen, dass sie das freiwillig tun.
Damit verschenken sie das Beste, was sie gegenüber dem Onlineshop haben. Genau in dem Moment, in dem der Kunde abwägt, ob er hier kauft oder es sich lieber schicken lässt, könnte an der Kasse stehen, was dieser Laden bei Nichtgefallen tatsächlich macht — Umtausch, Gutschein, Frist, mit Kassenbon. Ausgeschrieben ist das kein Kleingedrucktes, sondern ein Versprechen, das der Onlineshop nur mit Rücksendeetikett und einer Woche Wartezeit halten kann. Ungeschrieben ist es gar nichts: es wirkt erst in dem Fall, der vielleicht nie eintritt, und nicht in der Sekunde der Kaufentscheidung.
Und es schützt die Person hinter der Theke. Ohne geschriebene Regel wird jede Rückgabe einzeln verhandelt, meistens vor anderen Wartenden, und die Antwort hängt davon ab, wer gerade Dienst hat. Steht die Regel an der Wand, diskutiert niemand mit einem Menschen — er liest, was hier gilt. Das ist derselbe Mechanismus, aus dem Nummern eine Warteschlange befrieden: nicht die Regel beruhigt, sondern dass sie nicht von einer Laune abzuhängen scheint.
Das zweite Missverständnis steckt im Wort selbst: Garantie und Gewährleistung sind nicht dasselbe. Die Gewährleistung ist gesetzlich und richtet sich gegen den Verkäufer, also gegen dich; eine Garantie ist eine freiwillige Zusage des Herstellers, mit den Bedingungen, die er festlegt. Kunden sagen «ich habe doch Garantie» und meinen fast immer das erste. Wer den Unterschied in zwei Zeilen erklärt, verliert nichts und gewinnt zweierlei: der Kunde weiß, wohin er sich wendet, und der Laden sieht aus wie jemand, der seine Sache kennt — was im Zweifel mehr trägt als jeder Rabatt.
Beides gehört an die Kasse und nicht ins Schaufenster. Im Fenster wird um Aufmerksamkeit gekämpft; an der Kasse steht jemand, der bereits kaufen will und in den letzten dreißig Sekunden noch einmal zögert. Das ist der einzige Ort im Laden, an dem eine Regel gelesen wird, weil sie gerade nützt — und es ist derselbe Ort, an dem sonst der Streit stattfindet, wenn sie nirgends steht.
Ganz ehrlich: wir zeigen, was du einträgst, und wir prüfen keine Rechtstexte. Was du zusagen willst und wie du es formulierst, gehört zu deiner Kammer oder deinem Anwalt — der Punkt hier ist nur, dass die Kulanz, die du ohnehin gewährst, dir im Moment nichts bringt, solange sie nirgends steht.
« Können Sie mir das zurücklegen ? »
Die Antwort ist praktisch immer ja — und die meisten Leute fragen nie, weil nirgends steht, dass es geht
Zurücklegen, telefonisch reservieren, in einer Stunde abholen, ein Teil in der anderen Größe bestellen: das machen kleine Läden seit jeher, ohne Namen dafür und ohne es irgendwo hinzuschreiben. Der Online-Handel hat dasselbe genommen, es « Click & Collect » genannt und millionenfach beworben — und deshalb glauben viele Kundinnen und Kunden inzwischen, das könne nur der Große.
Der Satz, der das ändert, ist unspektakulär und muss vor der Kasse stehen: « Anrufen, wir legen es zurück — Abholung bis 18 Uhr ». Entscheidend ist die Uhrzeit; ohne sie bleibt es ein Angebot ohne Zusage und wird nicht genutzt. Mit ihr ist es ein Versprechen, das eine Person am anderen Ende der Stadt zum Losgehen bringt, und zwar heute: genau das, was der Versandhandel strukturell nicht kann, weil dort zwischen Entscheidung und Ware ein Tag liegt.
Zwei Bedingungen entscheiden, ob es funktioniert, und beide sind organisatorisch, nicht technisch. Erstens muss klar sein, wie lange zurückgelegt wird — « bis Samstag » ist besser als eine unausgesprochene Ewigkeit, die irgendwann zu einem unangenehmen Anruf führt. Zweitens muss jede Schicht wissen, wo die zurückgelegten Sachen liegen: nichts beschädigt dieses Versprechen so zuverlässig wie ein Kunde, der kommt und auf jemanden trifft, der von nichts weiß.
Und es gibt einen Nebeneffekt, der wertvoller ist als der einzelne Verkauf: ein Anruf ist ein Kontakt. Wer telefonisch reserviert, sagt dabei fast immer, wonach er sucht — und das ist Marktforschung, die kein Werkzeug liefert: die Größe, die fehlt, das Produkt, nach dem in dieser Woche vier Leute gefragt haben. Ein Laden, der diese Anrufe bekommt, weiß nach einem Monat mehr über seine Nachfrage als aus jeder Auswertung.
Wir liefern hier nichts außer der Fläche für einen Satz: wir nehmen keine Reservierungen entgegen, führen keine Liste und wissen nicht, ob das Teil noch da ist. Wer das automatisiert haben will, braucht ein Warenwirtschaftssystem mit Reservierungsfunktion — ein anderes Produkt, mit anderem Preis. Der Satz an der Wand kostet dagegen nichts und deckt den Großteil der Fälle ab.
Was Boutique-Inhaberinnen
uns am häufigsten fragen
Dein Schaufenster kann
heute Nacht um 23:00 verkaufen, während du abschließt.
Erster Bildschirm für immer kostenlos. Keine Karte. Lena ändert das Schaufenster vom Handy in 30 Sekunden.
Kostenlos starten14 Tage Test bei Bezahlplänen · Jederzeit kündbar
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Wir schicken dir den 1-Klick-Link, um dein Konto zu erstellen, wann du willst. Kein Passwort, keine Karte, keine Verpflichtung. Dein erster Bildschirm GRATIS für immer.
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